Diamantreinheit erklärt: VVS1, VVS2 und VS1 bei Velur
Ein Diamant muss nicht makellos sein, um außergewöhnlich klar zu wirken. Entscheidend ist, ob Einschlüsse sichtbar stören. Genau deshalb setzen wir bei Velur auf Lab-Diamanten in den Reinheitsgraden VVS1, VVS2 und VS1.
Reinheit ist einer dieser Begriffe, die beim Diamantkauf schnell technisch klingen. FL, IF, VVS, VS, SI. Viele Kürzel, wenig Gefühl. Dabei ist die eigentliche Frage ziemlich einfach: Sieht der Diamant im Ring sauber aus?
Kurz gesagt: Bei Velur lautet die Antwort dann Ja, wenn ein Lab-Diamant in den Reinheitsgraden VVS1, VVS2 oder VS1 liegt. Nicht, weil wir Flawless als Begriff nicht schön finden. Sondern weil diese drei Grade in der Praxis genau den Bereich treffen, den man bei einem hochwertigen Verlobungsring sehen möchte: ein klarer Stein, sehr kleine Merkmale, keine störende Unruhe.
Die kurze Antwort
VVS1, VVS2 und VS1 bilden bei Velur den Standard für Lab-Diamanten. Der Stein darf unter Vergrößerung wachstumsbedingte Merkmale haben, aber sie sollen die sichtbare Wirkung im Ring nicht beeinträchtigen.
Was bedeutet Diamantreinheit?
Die Reinheit eines Diamanten beschreibt, wie frei ein Stein von inneren Merkmalen und äußeren Oberflächenmerkmalen ist. Die GIA unterscheidet dabei zwischen Inclusions, also inneren Einschlüssen, und Blemishes, also äußeren Merkmalen. Bewertet wird unter 10-facher Vergrößerung.[1] [2]
Wichtig: Ein Diamant muss nicht völlig frei von Merkmalen sein. Fast jeder Stein hat eine Art Fingerabdruck. Die Frage ist, wie groß diese Merkmale sind, wo sie liegen, wie stark sie auffallen und ob sie Transparenz, Brillanz oder Haltbarkeit beeinflussen.
| Begriff | Bedeutung | Für dich relevant, weil |
|---|---|---|
| Inclusions | Innere Merkmale im Diamanten. | Sie können unter Vergrößerung sichtbar sein und je nach Lage die optische Ruhe beeinflussen. |
| Blemishes | Äußere Merkmale auf der Oberfläche. | Sie sind Teil der Reinheitsbewertung, stören aber nicht automatisch im Alltag. |
| 10x Magnification | Standardisierte Betrachtung unter 10-facher Vergrößerung. | Viele Merkmale, die ein Grader sieht, erkennt man ohne Lupe nicht. |
Warum VVS1, VVS2 und VS1 unser Standard sind
Bei Lab-Diamanten wählen wir bei Velur die Reinheitsgrade VVS1, VVS2 und VS1. Das ist bewusst gewählt: VVS1 und VVS2 stehen für extrem feine Merkmale, VS1 bildet die klare Untergrenze für eine sehr saubere optische Wirkung im fertigen Ring.
Ehrlich gesagt: Es gibt Reinheitsgrade darüber, vor allem IF und FL. Sie lesen sich beeindruckend. Aber im Alltag zahlt man dort oft für eine Seltenheit, die man ohne Lupe kaum wahrnimmt. VVS1, VVS2 und VS1 sind für uns deshalb der Bereich, in dem Anspruch, optische Ruhe und ein sinnvoller Qualitätsfokus sehr gut zusammenkommen.
„Unser Ziel ist kein Laborwert, der nur auf dem Papier gut aussieht. Unser Ziel ist ein Diamant, der im Ring ruhig, klar und hochwertig wirkt. Deshalb arbeiten wir bei Lab-Diamanten mit VVS1, VVS2 und VS1 als Velur Standard.“
Velur Redaktion
Die Reinheitsskala einfach erklärt
Die internationale Reinheitsskala reicht von FL bis I3. FL steht für Flawless, also keine sichtbaren Einschlüsse oder Oberflächenmerkmale unter 10-facher Vergrößerung. Am anderen Ende stehen I1 bis I3, bei denen Einschlüsse deutlich erkennbar sein und Transparenz, Brillanz oder Haltbarkeit beeinflussen können.[1] [2]
| Grad | Kategorie | Einordnung für Verlobungsringe |
|---|---|---|
| FL / IF | Flawless / Internally Flawless | Extrem selten und sehr hoch bewertet. Für die sichtbare Wirkung oft mehr Luxuswert als praktische Notwendigkeit. |
| VVS1 / VVS2 | Very Very Slightly Included | Velur Premium-Standard. Sehr feine Merkmale, für geübte Grader schwer zu erkennen und im Ring optisch sehr klar. |
| VS1 | Very Slightly Included | Velur Standard. Kleine Merkmale, sehr saubere Wirkung im Ring und klare Untergrenze unserer Lab-Diamanten. |
| VS2 | Very Slightly Included | Kann gut aussehen, ist für Velur bei Lab-Diamanten aber nicht unser Mindestanspruch. |
| SI1 / SI2 | Slightly Included | Merkmale sind unter Vergrößerung deutlicher. Je nach Stein können sie auch ohne Lupe auffallen. |
| I1–I3 | Included | Einschlüsse sind offensichtlich und können Transparenz, Brillanz oder Haltbarkeit beeinflussen.[1] |
Sieht man Einschlüsse im fertigen Ring?
Manchmal. Aber nicht so, wie viele denken. Ein einzelner Punkt unter einer Lupe bedeutet nicht automatisch, dass der Diamant im Alltag unruhig wirkt. Entscheidend sind Lage, Farbe, Größe und Anzahl der Merkmale. Ein Einschluss direkt unter der Tafel fällt eher auf als ein feines Merkmal am Rand.
Und dann kommt der Schliff dazu. Ein sehr guter Schliff bringt Licht zurück ins Auge und kann kleine Merkmale optisch überstrahlen. Ein schwacher Schliff macht das Gegenteil. Deshalb betrachten wir Reinheit nie isoliert.
Wenn du einen Verlobungsring mit Labordiamant auswählst, sind VVS1, VVS2 und VS1 die Velur-Standards. VVS1 und VVS2 wirken ausgesprochen fein, VS1 ist unsere klare Untergrenze. Unter VS1 würden wir nur mit sehr genauer Prüfung gehen – und bei Velur ist das nicht unser Standard.
Ringe, bei denen ein klarer Mittelstein zählt
Gerade bei reduzierten Solitär-Designs steht der Diamant im Mittelpunkt. Ein sauberer VS1-Lab-Diamant wirkt hier ruhig, klar und bewusst gewählt.
Clarté – Cathedral Rundschliff Solitär
Klassischer Rundschliff mit starker Brillanz. Sehr passend, wenn der Mittelstein klar und präsent wirken soll.
Aveline – Oval Solitär Ring
Ein gestreckter Oval-Solitär, bei dem Reinheit und Proportionen besonders ruhig zusammenspielen.
Rayonne – Cathedral Radiant Solitär
Ein prägnanter Radiant-Schliff mit klarer Geometrie. VS1 unterstützt die ruhige, saubere Steinwirkung.
Quellen und Einordnung
Die fachliche Grundlage dieses Artikels ist die internationale Diamantbewertung nach GIA. Die GIA beschreibt die Reinheitsskala als System mit 11 Graden von FL bis I3 und bewertet Reinheitsmerkmale unter 10-facher Vergrößerung.[1] [2] IGI beschreibt Reinheit ebenfalls als Bewertung der Freiheit von inneren und äußeren Reinheitsmerkmalen.[3]
[1] GIA – 4Cs Clarity
[2] GIA – Diamond Clarity
[3] IGI – Diamond 4Cs
Häufige Fragen zur Diamantreinheit
Welche Diamantreinheit ist gut?
Für einen hochwertigen Verlobungsring sind VVS1, VVS2 und VS1 sehr sichere Reinheitsgrade. Der Stein wirkt sauber, ohne dass du zwingend in extrem seltene Reinheitsgrade wie FL oder IF gehen musst.
Warum nutzt Velur VVS1, VVS2 und VS1 bei Lab-Diamanten?
Weil diese drei Reinheitsgrade den gewünschten Premium-Eindruck zuverlässig unterstützen. VVS1 und VVS2 stehen für äußerst feine Merkmale, VS1 bildet die klare Untergrenze. Der Diamant soll im Ring ruhig wirken und keine sichtbaren Einschlüsse zeigen, die den ersten Eindruck stören.
Ist VS1 besser als VS2?
Ja. VS1 liegt über VS2. Beide Grade gehören zur Kategorie Very Slightly Included, aber VS1 beschreibt in der Regel feinere oder schwieriger erkennbare Merkmale.
Braucht man FL oder IF für einen Verlobungsring?
Nicht unbedingt. FL und IF sind beeindruckende Grade, aber häufig mehr ein Seltenheitswert als ein sichtbarer Unterschied im Alltag. VVS1, VVS2 und VS1 sind für viele Paare die vernünftigeren Premium-Entscheidungen.
Ist Reinheit wichtiger als Schliff?
Nein. Der Schliff hat enormen Einfluss auf Brillanz und Lichtspiel. Reinheit sorgt dafür, dass nichts sichtbar stört. Beides muss zusammenpassen.
Du möchtest einen klaren Lab-Diamanten auswählen?
Wir helfen dir, Reinheit, Farbe, Schliff und Größe sinnvoll zusammenzubringen – ohne Fachchinesisch.